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NELLIE NASHORN EIGEN PRODUKTIONEN 2009 |
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| Zur
Gruppe
Das Junge Theater Nellie Nashorn unter der Leitung von Birgit Vaith besteht
seit 2003. Es entstand aus dem Kindertheater Nellie Nashorn, dem die jungen
Schauspieler (15 -18 Jahre) mittlerweile entwachsen waren. Die Gruppe trifft
sich einmal wöchentlich und an mehreren Wochenenden, um sich intensiv mit
dem "Theaterspielen" auseinander zu setzen. Das Junge Theater Nellie Nashorn
war mit seinen Theaterstücken beim "Internationalen Theatertreff" in
Lörrach, bei den "Göppinger Theatertagen" und bei den "Theatertagen am See"
in Friedrichshafen. |
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| Zum Stück Madame Souza trainiert mit ungewöhnlichen Mitteln ihren radsportbesessenen Enkel Champion. Als er endlich an der Tour de France teilnimmt, wird er von der französischen Mafia gekidnappt. Madame Souza und Hund Bruno verfolgen die Gangster über den Ozean. Dank Brunos Spürsinn und der Hilfe der singenden „Triplettes“ kommt Madame Souza der französischen Rotwein- Mafia, die mit entführten Radprofis ein teuflisches Spiel betreibt, auf die Spur. Liebenswerte skurrile Figuren sind die Helden dieses grotesken Theaterstückes, das mit überraschenden Musikeinlagen (Michael Schwiening) bereichert wird. |
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BZ vom 24.03.2009 Leidenschaft auf zwei Rädern Junges Theater Nellie Nashorn Lörrach feierte Premiere mit dem Stück "Belleville" Um eine typisch französische Leidenschaft dreht sich das neue Stück "Belleville" des Jungen Theaters Nellie Nashorn, das am Wochenende im Nellie Nashorn in Lörrach Premiere feierte: das Radfahren. Nachdem es die beiden Protagonisten, den Waisenjungen Champion und seine Großmutter Madame Souza erst mal in eine der wilden Shows der 30er Jahre mit den Triplettes, Fred Astaire und Josephine Baker verschlagen hat, erlebt der Zuschauer mit, wie die wahre Leidenschaft des pummeligen Jungen ein Drahtesel wird, den ihm seine Großmutter schenkt. Die Methoden, mit dem sie Champion das Fahrradfahren trainieren lässt, sind wahrlich außergewöhnlich. Den ganzen Rest der Inszenierung strampelt sich Champion, herrlich angestrengt gespielt von Jonas Huth, schließlich ab - zuerst bei der Tour de France, wo er auf einer Bergetappe von der französischen Rotwein-Mafia gekidnappt wird, und danach als deren Radrenn-Knecht in Belleville. Diese amerikanische Stadt steht sehr im Kontrast zu dem anfänglich dargestellten, beschaulichen Leben von Champion und Madame Souza in Frankreich. Die Szene entwickelt sich ganz langsam, und doch geht es in wahrlich spektakulären Tempo und sehr rhythmisch durch das Stück. Wenn die Spieler hinter der Kulisse verschwinden, tauchen sie kurze Zeit später so oder in einer anderen Rolle wieder auf. Jede Kleinigkeit ist wichtig für das Gesamtbild und wird von den Jugendlichen ausgespielt, beispielsweise wie die Großmutter den Jungen mit Haushaltsgeräten massiert oder wie sie abends Stück für Stück die Wohnung Zimmer aufräumt. Maren Hätty agiert köstlich betulich mit spitzem Mund und roten Backen. Eine detailreiche Welt mit differenzierten Figuren und vielerlei Anspielungen auf Nationalitätenklischees (beispielsweise ernähren sich die Triplettes ausschließlich von Fröschen) entwickeln die jungen Spielerinnen und Spieler auf der Bühne - und das so gut wie ohne Worte. So schweigsam wie Champion und Madame Souza sind nämlich auch die anderen Figuren des Stücks - einmal abgesehen von dem Hund Bruno (hervorragend dargestellt von Philip Honold), der mit seinem neurotischen Kläffen, seinem Winseln und Heulen die größte "Sprecherrolle" innehat. Mit den karikaturenhaft überzeichneten, unkonventionellen Charakteren - alle im Seniorenalter, mit Slapstick und jeder Menge visuellen Komponenten, mit viel Musik von Michael Schwiening, mit Stabpuppenspiel und irrwitzigen bis poetischen Einfällen geht die zweitälteste Gruppe des Jungen Theater Nellie Nashorn unter Regie von Birgit Vaith zwar nicht komplett neue Wege, aber dass sie ein ganzes Stück so körperbetont inszeniert, ist doch eine Premiere - eine sehr gelungene. Auch Mathilde Leibfried, Swenja Müller, Kirstin Quartier sowie Judith Werner tragen mit ihrem komischen Spiel dazu bei, dass die Stimmung der Vorlage (der Zeichentrickfilm von Sylvain Chomet) treffsicher auf die Bühne transponiert wird als Comic mit Darstellern aus Fleisch und Blut. Barbara Ruda Die Oberbadische vom
23.3.09 Die Oberbadische vom 18.3.09
BZ vom 18.03.2009 |
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Fotogalerie
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Generalprobe am 19. März 2009 |
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Fotos: Thomas Quartier |
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| Es spielen: | ||||||||||||||||||||||||||||||
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