NELLIE NASHORN EIGEN PRODUKTIONEN 2006 |
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| Zur
Gruppe Das Junge Theater Nellie Nashorn unter der Leitung von Birgit Vaith besteht seit 2003. Es entstand aus dem Kindertheater Nellie Nashorn, dem die jungen Schauspieler (14 –18 Jahre) mittlerweile entwachsen waren. Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich und an mehreren Wochenenden, um sich intensiv mit dem „Theaterspielen“ auseinander zu setzen. Das Junge Theater Nellie Nashorn war mit seinen Theaterstücken beim Internationalen Theatertreff in Lörrach und bei den Göppinger Theatertagen eingeladen. Seit März 2006 wird mit der französischen Jugendtheatergruppe „Les Hippopotames in einer Gemeinschaftsproduktion das Theaterstück „Paris 1900“ inszeniert. Die Premiere wird im September2006 gefeiert. |
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| Zum Stück Durch einen Kuss schenkt des Teufels Großmutter einem toten Bauernknecht ein zweites Leben. Obwohl er in die Hände von königstreuen Soldaten, intriganten Drahtziehern und blutrünstigen Räubern fällt, gelingt es ihm, die Tochter des Königs zu heiraten. Die beiden jung Verliebten haben aber die Rechnung ohne den König gemacht. Der schickt den Knecht zur Hölle, um die drei goldenen Haare vom Kopf des Teufels zu stehlen. Doch“ Wenn einer mit solchen fertig wird wie Räuber, Soldat und König, kann `s mit dem Teufel auch nicht so krumm laufen.“ Das Junge Theater Nellie Nashorn hat sich in seiner Inszenierung sehr frei an die Bearbeitung F. K. Waechters gehalten. Dennoch gilt , wenn F.K. Waechter Märchen bearbeitet, dann gerät alles ein wenig anders: Das Liebliche wird komisch oder gemein – Und bei aller Brutalität, die dem deutschen Märchen ja durchaus anhaften kann, verbündet sich die geschundene Kreatur; Mitleid flackert auf und die eigentlich Unvereinbaren solidarisieren sich. |
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Badische Zeitung vom Samstag, 17. Juni 2006 Einmal Hölle und zurück Das Junge Theater
Nellie Nashorn zeigt “Der Teufel mit den drei goldenen Haaren” Von unserer
Redakteurin Sabine Ehrentreich LÖRRACH. Wenn F. K.
Waechter einen Märchenstoff in die Hand nimmt und ein ambitioniertes
Jugendtheater ihn auf die Bühne bringt, ist nicht damit zu rechnen, dass die
Grimm´ sche Vorlage und ihre Figuren eins zu eins umgesetzt werden. So war´
s denn auch nicht, als das Junge Theater Nellie Nashorn jetzt seine Version
vom “Teufel mit den drei goldenen Haaren” zeigte. Da hat der Satan Kopfhörer
unter den Hörnern, aus denen Peppiges an sein Ohr dringt, des Teufels
Großmutter stülpt sich die blonde Vamp-Perücke übers wüste Haar, der König
hat allerlei komödiantisch-schräges Gefolge, Modernes mischt sich mit
märchenhaft Zeitlosem, Witz und Ironie mit Ernst. Und doch bleibt erhalten,
was das Märchen erzählt: Dass es einer schaffen kann, ist er nur
unerschrocken genug. Der Bauernknecht
(Magdalena Vaith) nutzt die Chance, die ihm gegeben wird, als des Teufels
Großmutter (Anette Honold) ihm mit einem Kuss ein zweites Leben schenkt. Er
ist am Morgen Knecht, am Mittag Soldat, am Abend gehört ihm das schöne
Königskind (Miriam Zastrow) — weil er mutig alle Gefahren annimmt und zwar
Neider und Feinde hat, aber auch Helfer. So kehrt er, der vom König (Lis
Volkmer) zur Hölle geschickt wird, wider alles Erwarten von dort zurück —
mit den geforderten drei Haaren und der Lösung für die Welträtsel im Gepäck Mit viel Witz, schönen
Einfällen und eindrücklichen Bildern hat das Junge Theater unter Regisseurin
Birgit Vaith den Stoff auf die Bühne gebracht. Weil die Livemusik
kurzfristige ausfiel, kam die Truppe noch mal unter Druck. Die Lösungen für
die musikalische Begleitung, die Alexander Wissing auf die Schnelle fand,
überzeugten freilich ebenso wie die wunderbar witzigen Kostüme, an denen
Madlen Honold maßgeblich mitwirkte. Jede Menge Körpereinsatz
war von den jungen Spielern gefordert, außerdem ein hohes Maß an Disziplin,
um die zahlreichen Rollen- und Kleiderwechsel zu bewältigen, und sie machten
das prima. Da kam Niklas Ehrentreich mal als wütender Teufel, als
verschlagener Prälat, als gieriger Hofkaplan, dann wieder als Prinz oder
Marquis hinterm Vorhang hervor, Lukas Löffler wechselte zwischen Minister,
Räuber und Fürst hin und her, Anette Honold war nicht nur als Satans
Großmutter, sondern auch als Narr und Fürstin, Baronesse und Hofdame
gefordert und Philipp Honold überzeugte als Räuberin senior, Soldat, Bauer
oder Königin, Stefanie Martini als Räuberin, Soldat, Magd und Herzog. Als
runde Ensembleleistung kam das Ganze daher, die nicht nur dem Publikum
großen Spaß machte, sondern offensichtlich auch den Spielern. Die standen
durchweg bereits in anderen Inszenierungen auf der Bühne, teilweise auch bei
Festivals, und agierten entsprechend souverän. Das Junge Theater Nellie
Nashorn mit Spielern zwischen 14 und 18 Jahren gibt es seit 2003. “Der
Teufel mit den drei goldenen Haaren” ist die dritte Produktion der Truppe,
die parallel zu dieser Inszenierung mit der französischen Gruppe “Les
Hippopotames” eine Gemeinschaftsproduktion erarbeitet. Bei der Kinder- und
Jugendtheater-Tagen in Lörrach ist der “Teufel” noch einmal zu sehen.
Der
Sonntag vom 11.Juni 06
Von Rene Zipperlen
Badische Zeitung vom Dienstag, 6. Juni 2006
Junges Theater Nellie Nashorn” spielt das Märchen “Der Teufel mit den drei
goldenen Haaren |
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Fotogalerie
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